11. Januar 2014

#hueresiech

Es war meines Wissens @zoradebrunner, die auf Twitter den Hashtag #hueresiech eingeführt hat, um sich damit ab und zu fluchend Luft zu verschaffen. Aber es war natürlich wieder ich arme Sau, die heute von @_phoeni aufgefordert wurde, der @birgitkipping zu erklären, was #hueresiech bedeutet. Dabei weiss das so genau gar keiner. Da verhält es sich ganz ähnlich wie mit dem Kraftausdruck Tamisiech, über den ich das Kalenderblatt «Swiss people only» geschrieben habe. Über den Siech ist darin bereits alles gesagt. Und was den ersten Teil des Worts betrifft, klingt darin das Wort Hure an. Ob etymologisch tatsächlich eine Prostituierte dahinter steckt, ist umstritten. Insbesondere im Zusammenhang mit der Luzerner Fastnachtsfigur Huerenaff wird es zum Teil in Abrede gestellt. Dagegen spricht auch die Tatsache, dass der Fluch in männlicher Form als «der Huer» vorkommt (nicht zu verwechseln mit dem «Huerer», der klar einen Bezug zur Prostitution hat). Wie auch immer, Hueresiech! Anzumerken bleibt, dass das Wort genau wie Tamisiech sehr zornig und hasserfüllt ausgerufen, aber auch zärtlich und liebevoll geflüstert wird.

Kommentare:

  1. Dass Du das gerade jetzt veröffentlichst. Huresiech ist auf der Liste der Begriffe, die ich mir bei unserem Tweetup erklären lassen wollte. Verstanden habe ich es auch nach dem Kalenderblatt immer noch nicht.

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  2. Wir machen beim TweetUp in Frankfurt weiter, aber ein eigentlicher Sinn erschliesst sich auch mir nicht...

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